Qualität unserer Arbeit

Mediatoren verfügen über eine fundierte und formal geregelte Ausbildung, die in Deutschland seit März 2024 durch die Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV) präzise definiert ist. Diese Regelung soll die Qualität in der Mediation sicherstellen und vereint theoretische und praktische Inhalte in einem verbindlichen Rahmen. Demnach müssen Mediatoren eine Ausbildung mit mindestens 130 Stunden absolvieren, die sowohl Präsenzunterricht als auch maximal 40% Live-Online-Training umfasst (§ 2 ZMediatAusbV). Ziel ist es, sie umfassend mit den Techniken und Methoden der Mediation vertraut zu machen und wichtige Kompetenzen – wie Digitalkompetenz und die Durchführung von Online-Mediationen – zu vermitteln (BMJ, 2024).

Teil der Ausbildung ist die praktische Anwendung: Innerhalb von drei Jahren nach Abschluss müssen angehende Mediatoren fünf Mediationen als Mediator oder Co-Mediator durchgeführt und diese jeweils supervidieren lassen (§ 2 Abs. 2, § 4 ZMediatAusbV). Supervisierte Praxisfälle stellen sicher, dass die erlernten Fähigkeiten erfolgreich in der realen Konfliktlösung angewandt werden können. Nur nach erfolgreichem Abschluss dieser Praxisphase und Eingang einer Ausbildungsbestätigung durch das Ausbildungsinstitut darf der Absolvent die Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ tragen (BMJ, 2024).

Zudem ist die Ausbildung nicht statisch: Um die Qualität der Mediation dauerhaft zu gewährleisten, schreibt die Verordnung die Pflicht zu regelmäßigen Fortbildungen vor. Alle vier Jahre müssen mindestens 40 Stunden an anerkannten Weiterbildungen absolviert und vom Ausbildungsinstitut bestätigt werden, um den Zertifizierungsstatus zu erhalten (§ 3 ZMediatAusbV). Diese Fortbildungen können sich auf spezielle Fachkompetenzen oder neue Entwicklungen im Mediationsbereich beziehen (BMI, 2024).

Die Ausbildung selbst vermittelt neben Konfliktmanagement, Kommunikationstechniken und Verhandlungsstrategien auch ethische Grundsätze der Mediation. Bei den meisten Anbietern dauert der Kurs mehrere Monate und umfasst eine Kombination aus theoretischem Unterricht, Rollenspielen, Fallanalysen sowie Praxis-Supervisionen (DGSv, 2019).

Ein zertifizierter Mediator zeichnet sich durch soziale Kompetenzen wie Empathie, Geduld, Unparteilichkeit und ein gutes Ausdrucksvermögen aus. Die Ausbildung ist somit sowohl fachlich als auch persönlich anspruchsvoll, denn Mediatoren übernehmen eine verantwortungsvolle Rolle bei der konstruktiven Konfliktlösung zwischen Parteien auf freiwilliger Basis (DGM, 2024).

Heute gibt es neben der gesetzlichen Zertifizierung auch anerkannte Auszeichnungen durch Organisationen und Institute wie die [translate]Deutsche Gesellschaft für Mediation (DGM)[/translate], die [translate]Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv)[/translate], oder internationale Institutionen wie das [translate]International Mediation Institute (IMI)[/translate]. Sie bieten zusätzliche Qualitätsstandards über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus (DGSv, 2019; IMI, 2023).

Insgesamt stellt die aktuelle Ausbildung sicher, dass professionelle Mediatoren praxisorientiert, ethisch fundiert und methodisch versiert qualifiziert werden, um Konflikte nachhaltig und lösungsorientiert zu begleiten (BMJ, 2024).


Literatur:

Bundesministerium der Justiz (BMJ). (2024). Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren [ZMediatAusbV]. https://www.gesetze-im-internet.de/zmediatausbv/

Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI). (2024). Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung. https://de.wikipedia.org/wiki/Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung

Deutsche Gesellschaft für Mediation (DGM). (2024). Qualitätsstandards in der Mediation. https://www.dgm-ev.de/

Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv). (2019). Qualitätshinweis „Zertifizierte Mediatorin“. https://bettina-janssen.de/qualitaetshinweis-zertifizierte-mediatorin/

International Mediation Institute (IMI). (2023). Standards and accreditation. https://imimediation.org/